Apples iPhone und die Prepaidkarte

Eigentlich liegt die Vermarktung des Apple iPhone in Deutschland in der Hand eines einzelnen Netzbetreibers, doch die gebotenen Tarife schrecken viele ab. Eine Alternative ist ein Prepaid iPhone, also die Nutzung des iPhones mit einer Prepaidkarte. Dies erfordert zwar den Kauf des Mobiltelefons, die günstigere Nutzung während der nächsten Jahre wird diesen Nachteil bei vielen Besitzern aber mehr als ausgleichen.
Viele Menschen in Deutschland würden gerne ein Apple iPhone 3G oder iPhone 3G S ihr eigen nennen können, doch die hohen monatlichen Kosten beim einzigen seitens Apple autorisierten Anbieters schrecken ab. Nicht jeder der ein modernes und leistungsstarkes Smartphone nutzen möchte, benötigt dafür auch eine Flatrate, nicht jeder telefoniert viele Stunden im Monat, verschickt hunderte SMS oder surft den ganzen Tag mit dem Handy im Internet.
Entscheidet man sich aber nicht für einen Komplett-Tarif für 60 oder sogar 120 Euro pro Monat, so fallen für die Nutzung Gebühren von 29 Cent pro Gesprächsminute und 19 Cent pro SMS an und auch bei Datenübertragungen sind dann nur die ersten 200 Megabyte inklusive. Solche Preise sind heute einfach nicht mehr zeitgemäß und sind ein Resultat des Quasi-Monopols.
Zum Glück gibt es mittlerweile verschiedene Händler, die iPhones aus europäischen Ländern, in denen Apple gesetzlich verpflichtet ist diese auch ohne Vertrag anzubieten, nach Deutschland importieren und hier völlig legal vertreiben. Denn auch wenn Apple und der T-Mobile es gerne anders hätten, der freie Handel in der Europäischen Union erlaubt es jedem Mobiltelefone zu importieren und hier in Deutschland zu vertreiben. Und auch wenn diese Geräte eigentlich für den italienischen oder einen anderen Markt bestimmt waren, nach der Erstinbetriebnahme stellen diese sich automatisch auf Deutschland ein und können mit jeder beliebigen Simkarte genutzt werden.
Ein Prepaid iPhone 3G S ist also auch ohne Jailbreak und einen Verlust der Garantie möglich, man muss aber natürlich bereit sein, den vollen Preis für das Smartphone zu bezahlen. iPhones sind je nach Ausstattung zwischen 600 und 1.000 Euro erhältlich, kein geringer Preis. Summiert man Kaufpreis, Anschlussgebühr, monatliche Grundgebühren und die überhöhten Tarife bei einem Kauf beim Netzbetreiber, so kommt man am Ende dennoch günstiger dabei weg.
Zum Vergleich: Gut Prepaid Discounter ermöglichen das Telefonieren für nur 9 Cent pro Minute (statt 29 Cent) und auch für eine SMS verlangen diese nur 9 Cent (statt 19 Cent). Datenpakete von einem Gigabyte sind bereits für unter 10 Euro zu bekommen und eine komplette Datenflatrate gibt es für unter 20 Euro pro Monat. Aber auch ohne solche Optionen sind Preise von 24 Cent pro Megabyte eine günstige Alternative für Wenignutzer.
Ein Prepaid iPhone ist also nicht nur möglich, sondern in den meisten Fällen auch günstiger. Man muss sich nur überwinden den hohen Kaufpreis direkt selber zu bezahlen, statt ihn mit sattem Aufschlag über 24 Monate abzustottern.
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